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Technisches SEO 24. April 2026 6 Min. Lesezeit

Schema.org — die unsichtbare Sprache, mit der Google Ihre Seite liest.

Eine Menschen sehen Ihre Hotel-Webseite. Google sieht Text — und rät, worum es geht. Mit Schema.org geben Sie Google eine strukturierte Beschreibung: „Das hier ist ein Hotel, hier die Zimmertypen, hier die Bewertungen, hier die Adresse." Das Resultat: Rich Results in den Suchergebnissen — mit Sternen, Preisen und Bildern direkt in der Google-Liste.

Was Schema.org ist.

Schema.org ist ein 2011 von Google, Microsoft und Yahoo gemeinsam gegründeter Standard, der über 800 Content-Typen beschreibt: Hotel, Produkt, Event, Rezept, FAQ, Stellenangebot, Person, Film … Sie markieren Ihren Content mit einem unsichtbaren JSON-LD-Block im HTML-Kopf — und Google weiß, was es liest.

Ohne Schema liefert Google einen normalen „blauen Link“. Mit korrektem Schema kann derselbe Eintrag plötzlich Preis, Sterne-Bewertung, Öffnungszeiten und Bilder in der Vorschau enthalten — drei- bis fünfmal mehr Klicks bei gleicher Position.

Die 4 Schema-Typen, die fast jeder KMU braucht.

1. LocalBusiness

Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, geografische Koordinaten. Gehört auf die Startseite und Kontaktseite jedes lokalen Unternehmens. Ohne diese Markierung erscheint Ihr Unternehmen zwar im Map Pack — aber ohne ergänzende Info-Snippets.

2. Branchen-spezifisch (Hotel, Restaurant, MedicalClinic, …)

Sub-Typen von LocalBusiness. Google erkennt dann: „Aha, ein Hotel“ — und zeigt anders als bei einer Autowerkstatt. Für Sonnenhof haben wir den TypHotelgesetzt, mit Zimmertypen alsHotelRoomund Preisen alsPriceSpecification.

3. BreadcrumbList

Die Pfad-Navigation auf Ihrer Seite (Home → Zimmer → Doppelzimmer). Als Schema markiert erscheint sie in den Google-Ergebnissen direkt unter dem Titel — bessere Orientierung, höhere CTR.

4. FAQPage

Hat Ihre Seite einen FAQ-Bereich (Parkplatz, Hunde, Frühstück …)? Mit FAQPage-Schema klappt Google diese Fragen direkt im Suchergebnis aus. Nimmt doppelt so viel vertikalen Platz ein und bietet dem Nutzer die Antwort vor dem Klick.

JSON-LD vs. Microdata — was die richtige Form ist.

Technisch gibt es drei Schema-Formate: Microdata (altes HTML-Inline), RDFa (wissenschaftlich) und JSON-LD. Google bevorzugt seit 2015 eindeutig JSON-LD — ein einzelner <script type="application/ld+json">-Block im <head> der Seite.

Der Vorteil: sauber trennbar vom sichtbaren HTML, leichter zu pflegen, weniger Fehlerquellen. Next.js hat dafür nativ Unterstützung via dangerouslySetInnerHTML oder dedizierte Helper-Libraries.

Was KMU-Websites typisch falsch machen.

  • Kein Schema überhaupt — die Seite erscheint als nackter blauer Link.
  • Veraltete Microdata im Elementor-Theme, während der Content längst woanders liegt.
  • Widersprüchliches Schema: Öffnungszeiten im Footer-JSON-LD ≠ Zeiten auf Google Business Profil.
  • FAQ-Schema für Inhalte, die gar nicht auf der Seite stehen — das ist eine Richtlinien-Verletzung.
  • Adresse im Schema ohne PLZ oder mit falscher Schreibweise — das Map Pack blockiert dann komplett.

Wie man es prüft.

Google stellt den Rich Results Test kostenlos bereit. URL eingeben, „Ergebnisse prüfen“ klicken, und Google zeigt:

  • Welche Schema-Typen gefunden wurden.
  • Ob die Pflichtfelder gesetzt sind.
  • Ob der Eintrag für Rich Results qualifiziert ist.
  • Wie das Ergebnis in der Google-Suche aussehen würde.

Praxis-Beispiel

Sonnenhof-Herrsching.de nutzt Hotel + LocalBusiness + BreadcrumbList — Teil der Infrastruktur, die zu 97 Top-10-Keywords geführt hat.

Sonnenhof Case Study

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